Leticia Ferreira Schmidt

Leticia Ferreira Schmidt

App Content Creation & Marketing bei ondojo

Es war einmal ein Missverständnis

Wie schaffen wir es, Missverständnisse zu reduzieren? Wie erreichen wir eine wertschätzende Kommunikation? Und was können wir für einen positiven Outcome auf beiden Seiten tun? Ganz klar: Gedankenlesen! Eine Superkraft, die nicht jeder hat. Wie kommst du noch zu deinem Happy End? Wir verraten es dir.

Es war einmal ein Missverständnis, das ging durch den Wald. Im Wald war es dunkel und es konnte nichts sehen. Seine Augen und Ohren waren getrübt, und es wusste nicht genau, wohin die Reise gehen würde. Es war verloren, einsam und suchte sich daher ein paar Menschen, zu denen es sich gesellen konnte. Es lief weiter durch den Wald, bis es knallt. Bam: Missverständnis.

Zack: Wir reagieren auf Aussagen unseres Gegenübers, ohne zu hinterfragen, wie sie eigentlich gemeint waren. Frust auf beiden Seiten. So schnell geht’s. Nicht nur das kostet Energie, sondern ebenfalls dieses Missverständnis wieder aufzulösen. Energie, die du womöglich in ein neues Projekt oder Me-Time bzw. deine persönliche Weiterentwicklung stecken könntest. Doch nein, du stehst hier. Wie kannst du diese Situation jetzt am besten in die Hand nehmen und aus diesem Frust herauslenken? Das Missverständnis freut sich zwar über deine Gesellschaft und ist dennoch genauso verloren wie du. Es kann dir nicht weiterhelfen. Doch sicherlich kannst du das bald selbst.

Was ist ein Missverständnis?

Ha du, wenn zwei aneinander vorbeischwätzen. Dann ist das Drama gleich groß… Meistens passiert das, wenn Sender*in und Empfänger*in andere Fühler ausgestreckt haben. Es ist absolut normal, dass wir alle unterschiedliche Gedankenwelten haben. Das kommt aufgrund unserer verschiedenen Erfahrungen, Stimmungen, Erlebnissen uvm. Dies beeinflusst, wie wir Dinge sagen oder hören. An der Stelle: Kennst du das Vier-Ohren-Modell von Thun? Dieses spielt zusätzlich mit hinein, wie wir Dinge sagen oder hören und, auf welcher Ebene eine bestimmte Aussage kommuniziert bzw. verstanden wird. Es gibt die Sachebene, Beziehungsebene, den Appell und die Selbstoffenbarung einer Nachricht. Du siehst, das ist ganz schön viel, um falsch verstanden zu werden.

Warum entstehen Missverständnisse?

Bei der Beantwortung dieser Frage gibt es eine schlechte und eine gute Nachricht. Die schlechte zuerst: Missverständnisse sind aufgrund unserer verschiedenen Gedankenwelten normal. Die gute Nachricht: Wir müssen Missverständnisse nicht einfach so stehen lassen, und es gibt sogar Strategien, um sie aktiv zu vermeiden. Außerdem lernen wir mit jedem Missverständnis nicht nur unser Gegenüber, sondern auch uns selbst besser kennen. Somit birgt jedes Missverständnis für uns einen Lernfaktor für eine bessere Kommunikation. Super, oder? Aber…

Wie vermeide ich Missverständnisse?

Ein berühmter James Bond Film heißt: Sag niemals nie! Leider können wir zu Missverständnissen nicht sagen: „Ich werde nie wieder ein Missverständnis haben!“ Da lacht sich das Missverständnis sicherlich mindestens fünf Mal ins Fäustchen. Aber wir können versuchen, sie möglichst gering zu halten. Dafür gibt es ein paar Grundregeln und verschiedene Gesprächstechniken, die du bei deiner Kommunikation berücksichtigen kannst. Sie helfen dir, um hinter die „wahre“ Botschaft einer Aussage zu blicken. Sie sind dein Handwerk im Alltag in Gesprächen mit Partner*innen, der Familie, in Freundschaften oder am Arbeitsplatz.

Wie kommuniziere ich wertschätzend?

Die wichtigste Zutat hierfür ist eine offene und vor allem nicht wertende Haltung. Sie ist entscheidend. Außerdem solltest du dich mit deinem Gegenüber offen begegnen. Versuche ihn und dessen Gedankenwelt zu verstehen. Das umfasst seine Motive, Vorerfahrungen, die Beziehung zu ihm oder die aktuellen Umstände der Situation. Das alles braucht es, um Verständnis zu entwickeln und auf einen Nenner zu kommen. Denn um den nächsten Schritt in eine wertschätzende Kommunikation zu gehen, ist das der Grundbaustein.

Welche Gesprächstechniken gibt es, um Missverständnisse aufzulösen?

Es geht darum Offenheit für dein Gegenüber zu beweisen. Das ist deine Mutprobe und du bist der*die Held*in. Fragen sind die Antwort. Sie helfen uns dabei, unser Gegenüber besser zu verstehen. Ehrliches Interesse und eine positive Neugier bewirken Wunder. Bewege dich weg von einem Verstehen müssen, hinzu einem Verstehen wollen. Denke an ein offenes Mindset. Beim Fragen stellen eignen sich am besten offene Fragen wie z.B. „Wie hast du das gemeint?“ oder „Könnten Sie mir das bitte genauer erläutern?“

Was beim Fragen stellen, natürlich unerlässlich ist: Aktiv zu hören. Wie hörst du aktiv zu?

  • Im Stillen überprüfen und Aussagen einordnen: Was empfindet das Gegenüber? Was ist ihm wichtig, an dem, was er gerade äußert? Welches Interesse verfolgt er damit?
  • Blickkontakt halten und sich auf Gesagtes konzentrieren: Schenke ihm deine Zeit und Aufmerksamkeit. Beobachte die Mimik.
  • Körperliche Haltung: Sei zugewandt und stimme z.B. mit einem Nicken zu
  • Zugang schaffen durch wertschätzende Kommentare: „Danke, dass du mir das mitteilst.“
  • Paraphrasieren: Wiederhole die Informationen in deinen eigenen Worten
  • Verbalisieren: Versuche Stimmung und Emotionen wiederzugeben

Paraphrasieren und verbalisieren helfen ebenso dir selbst. Indem du Aussagen in deinen eigenen Worten zusammenfasst, verinnerlichst du die Gesprächsinhalte besser. On top kann der*die Sender*in mit überprüfen, ob sich die Inhalte decken. Was wurde gehört? Was wurde erfasst? Ist das Wesentliche wahrgenommen worden? Diese Vorgehensweise erzeugt ein Gefühl, verstanden und wertgeschätzt zu werden. Btw es ist in Ordnung zu erwähnen, wenn du gerade keine Zeit für ein klärendes Gespräch hast. Erwähne und vertage es. Das zählt zur Wertschätzung.

Mehr zum Thema Fragen stellen und richtiges Interesse zeigen kannst du im Podcast mit Coachin Birgit Albrich hören. Cooles Ding. Klick dich rein.

Wie gehe ich mit Missverständnissen um?

Wie bereits erwähnt, lernst du dein Gegenüber durch Missverständnisse besser kennen. Aber auch dich selbst! Was ein absoluter Bringer ist, sodass du um Missverständnisse herumtänzeln kannst, ist deine Bedürfnisse, Gefühle und Ziele zu kennen und zu äußern. Das ist Teil des Verbalisierens. Schließlich bist du nicht nur Empfänger*in, sondern gleichzeitig Sender*in. Wenn du dein Inneres besser kennst, kannst du Nachrichten gezielter formulieren oder auf deine Stimme achten.

Um deinen Bedürfnissen oder Triggern auf den Grund zu gehen, bedarf es einer Auseinandersetzung mit dir selbst. In diesem Zuge kannst du lernen passende Formulierungen für dich zu finden. Auf dem Weg hin zur richtigen Kommunikation begleitet dich ondojo. Hier warten viele Sessions wie z.B. „Eindeutig kommunizieren“ oder „Aktiv zu hören“ auf dich. Lass uns gemeinsam dafür sorgen, dass weniger Missverständnisse in deinem Leben auftauchen und du ganz easy mit ihnen umgehen kannst.

Die Märchenstunde ist vorbei und du bist hoffentlich in der Realität angekommen. Und doch spricht die…

Zusammenfassung

…von Glück bis an ihr Lebensende mit und ohne Missverständnisse. Achte in Zukunft einfach auf die kleinen Feinheiten. Was könnte dein Gegenüber bei einer Aussage empfinden? Will er*sie dich persönlich beleidigen oder wollte er*sie dir nur etwas sachlich mitteilen? Vielleicht haben wir selbst den sehr scharfen Tonfall hineininterpretiert? Antworten bekommen wir durch Nachfragen und die eigene Reflexion ist immer das Non-plus-ultra. So kannst du ab sofort selbst für dein Happy End sorgen. Viel Spaß!

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