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Leticia Ferreira Schmidt

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Bedürfnisse sind Musik in deinen Ohren

Jede:r hat sie! Bedürfnisse. Was? Ja! Auch du, ob du es glaubst oder nicht. Und heute beschäftigen wir uns mit ihnen und geben dir Inspirationen, wie du sie besser identifizieren und äußern kannst.

Welche Bedürfnisse hast du? Könntest du sie benennen? Die wenigsten können das. Oft haben wir in bestimmten Augenblicken nur ein Gefühl in uns, dass uns zeigt, wir sind „irgendwie“ unzufrieden oder du fühlst dich gar „schlecht“. Das zeigt dir, dass hier eines oder vielleicht auch mehrere deiner Bedürfnisse derzeit verletzt sein könnten. Höchste Eisenbahn den Dingen auf den Grund zu gehen, um herauszufinden wie du deine Situation verbessern und, was du konkret ändern kannst. Ein heißer Tipp vorab: Es hat damit zu tun, deine Bedürfnisse zu kommunizieren. Und wenn du diese Kunst beherrschst, ist es wie deinen Lieblingssong zu hören, der dir einfach immer gute Laune macht. Denn Bedürfnisse sind wie Musik in deinen Ohren. Du darfst ganz genau hinhören und mit ihnen tanzen.

Dafür haben wir dir zunächst ein Zitat von Marschall B. Rosenberg mitgebracht. Er ist ein Psychologe und hat das Konzept der gewaltfreien Kommunikation entwickelt. Dazu später noch mehr. Er sagt: „Wenn wir unsere eigenen Bedürfnisse nicht ernst nehmen, tun es auch andere nicht.“ Und wir finden das den Ansatzpunkt schlechthin. Nimm dich selbst ernst und sag es der Welt. Andere können leider nicht riechen, was du willst.

Was sind Bedürfnisse?

In der Psychologie wird der Begriff „Bedürfnis“ als ein Zustand von Mangel verstanden. Bedürfnisse sind also für uns ein Hinweis, was du gerade brauchst. Er beinhaltet gleichzeitig den Wunsch diesen Mangel zu beseitigen. Ein Bedürfnis strebt nämlich nach Befriedigung und bewegt dich zu einer Handlung. Wie das geht? Na, mit unserer Motivation. Sie ist der Antrieb diesen Mangelzustand zu beheben und kann dafür sorgen ein erfüllteres Leben zu haben, indem wir dadurch z.B. unsere Beziehungsqualitäten verbessern.

Welche Bedürfnisse gibt es?

Unzählige. Sie sind sehr individuell. Es gibt aber auch ganz allgemeingültige Bedürfnisse, die in bestimmten Modellen festgehalten werden. Das wohl bekannteste ist die Bedürfnispyramide nach dem Psychologen Abraham Maslow. Schon mal von ihm gehört? Er hat unsere Bedürfnisse in fünf Ebenen strukturiert.

  1. Physiologische Bedürfnisse (Natur, Wasser, Schlaf, etc.)
  2. Sicherheitsbedürfnisse
  3. Soziale Bedürfnisse (Zugehörigkeit, Liebe, Freundschaften, etc.)
  4. Individualbedürfnisse (Anerkennung, Selbstachtung, Wertschätzung, etc.)
  5. Streben nach Selbstverwirklichung und das Erreichen des eigenen Potenzials

Was bringen Bedürfnisse?

Deine Bedürfnisse sind etwas absolut Notwendiges! Sie sehnen sich nach Erfüllung und sind essenziell, für eine langfristige körperliche und geistige Gesundheit. Nur ein Leben, indem du deine Bedürfnisse auslebst, kann für dich ein erfülltes Leben bedeuten, dass dich glücklich macht. Sei dir an dieser Stelle klar, dass du dein Leben bewusst dorthin gestalten kannst. Alles, was du dafür brauchst, ist Selbstreflexion und ein paar kleine Schritte, die du beachten kannst.

Ergo:

  1. Erkenne dein Bedürfnis
  2. Verstehe, was du brauchst
  3. Handle danach

Was bringt’s Bedürfnisse wahrzunehmen?

Psycholog:innen haben die These, dass sich deine unterdrückten Konflikte negativ auf deine Gesundheit auswirken. Sie vermuten, dass das deinen Blutdruck und dein Immunsystem beeinflusst. Kümmere dich um deine Gesundheit. Der erste Schritt ist hierbei deine Bedürfnisse wahrzunehmen. Erst dann kannst du überhaupt zu dem Punkt gelangen, sie auch zu kommunizieren. Und dich dann darauf zu fokussieren, richtig verstanden zu werden.

Was bringt’s Bedürfnisse zu kommunizieren?

Beim Thema Bedürfnisse offenlegen steigerst du dein Selbstbewusstsein. Denn es ist eine grundlegende Möglichkeit dich selbst zu verwirklichen. Weil du selbstwirksam bist, ist das auch deine Chance. Nimm sie in die Hand, ein Leben anzustreben, dass zu deinem inneren Ich passt und dir Zufriedenheit schenkt. Schaue dafür aber ebenso genauer hin, und achte darauf, was dich unbewusst blockiert und hemmt, deine Bedürfnisse zu benennen.

Wie erkenne ich meine Bedürfnisse?

Tauche ein in dein selbstbestimmtes Leben. Was ist dir wichtig? Ist es Bewegung, Entspannung, Ordnung, Einfachheit, Harmonie oder deine persönliche Entwicklung? Ranke deine Bedürfnisse und orientiere dich daran, was Teil von deinem Leben sein soll. So kannst du in bestimmten Momenten danach handeln, was dir wichtig ist.

Übe dich außerdem in Achtsamkeit und spüre hin und wieder in dich hinein:

  • Wie geht es dir gerade?
  • Wie fühlt sich dein Körper an? Bist du irgendwo angespannt?
  • Wie ist dein Energielevel?
  • Was brauchst du jetzt? Eher Ruhe oder Bewegung?

Sorge für dich und nimm dir Zeit für das, was du brauchst. Wenn du täglich in die Reflexion gehst, wird es für dich einfacher deine Bedürfnisse zu identifizieren. Dein Körper kann dir helfen, Bedürfnisse zu erkenne, weil er dir wichtige Signale z.B. zu deinen Emotionen sendet. Das kann dir helfen deine Handlungen zu beeinflussen, weil du so bewusst verhindern kannst aus dem Affekt zu reagieren.

Wie kommuniziere ich meine Bedürfnisse?

Kennst du das: Du willst dich einfach mal nur richtig verstanden fühlen? Oft fällt es uns nicht einfach unsere Bedürfnisse so zu formulieren, dass sie bei deinem Gegenüber auch so ankommen, wie du es gemeint hast. Missverständnisse machen sich schneller breit, als uns lieb ist. Das wohl wichtigste ist: Erkläre deine Hintergründe. Was erwartest du? Warum denkst du so? Warum handelst du so? Was ist dir wichtig? So kann dein:e Gesprächspartner:in eher nachvollziehen, was Sache ist und ist eher gewillt gemeinsam eine Lösung zu finden.

Hier erhältst du ein paar Hints, um Bedürfnisse zu kommunizieren, von ondojo-Gründerin und Coachin Birgit Albrich:

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Wie mache ich meine Bedürfnisse transparent?

Kannst du dich noch an das heutige Zitat von Rosenberg erinnern? Nimm dich selbst ernst, damit andere es tun. Der Typ, der die gewaltfreie Kommunikation ins Leben gerufen hat. Was hat es damit auf sich? Es geht um eine Vier-Schritt-Methode, um deine Bedürfnisse wohlwollend an den Mann oder die Frau zu bringen.

Here we go:

  1. Objektiv und wertfrei Beobachtungen beschreiben: Was ist passiert?
  2. Switch in deine subjektiven Gefühle: Was hat die Beobachtung in dir ausgelöst?
  3. Bedürfnis erläutern: Was ist dir wichtig? Was brauchst du? Welche Gefühle stecken dahinter? Was will ich ganz genau?
  4. Wunsch äußern

Sei dir bewusst, dass dein Wunsch nicht immer von deinem Gegenüber erfüllt werden kann. Du übernimmst beim Äußern davon trotzdem Verantwortung für dich und deine Bedürfnisse und die Wahrscheinlichkeit steigt, dass sie erfüllt werden. Und das ist es so was von wert!

Was ist wichtig beim Kommunizieren meiner Bedürfnisse?

Ganz easy:

  • Reguliere deine Gefühle (Du transportierst deine Stimmung)
  • Auf Sprachgebrauch achten (z.B. „manchmal“ statt „immer“)
  • Kein Platz für Interpretation, Beurteilung, Bewertung oder Vorwürfe
  • Formuliere Ich-Botschaften
  • Selbstempathie erhöht Transparenz und Austausch
  • Erlaube dir deine Bedürfnisse
  • Übernimm Verantwortung für deine Bedürfnisse
  • Positive Formulierungen (Sage, was du willst, anstatt, was du nicht willst)

Baue dein Verhaltensrepertoire in den Sessions von ondojo weiter aus. Reflektiere für bestimmte Situationen, wie du deine Bedürfnisse wirkungsvoll transparent machst. Sei mutig, verbessere deine Kommunikation nachhaltig und steh für dich ein. Hol dir deine Power zurück!

Und damit sind wir heute mit der…

Zusammenfassung

… schon wieder am Ende. Lass dir zum Abschied gesagt sein: Sei zu dir so gut, wie zu anderen. Du lebst es anderen vor, wie sie dich behandeln können. Habe keine Sorge vor den Sorgen. Es ist nicht egoistisch seine Bedürfnisse zu kommunizieren. Du zeigst Stärke, indem du etwas sagst und übernimmst Verantwortung für dich selbst. Das ist wichtig! Denn du bist nicht ohnmächtig, sondern kannst dein Leben gestalten und für mehr Zufriedenheit sorgen, indem du z.B. heute damit anfängst deine Bedürfnisse regelmäßig abzuchecken und zu kommunizieren. Also tu es auch!

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