Marleen Käsebier

Marleen Käsebier

App Content Creation & Marketing bei ondojo

Lernen – lebenslang. Ist nicht nur Kurzzeitgedächtnissache.

Alles was du kannst, ist gelernt – angefangen von Unterhalten bis hin zu PowerPoint präsentieren.

Während solch fundamentale Aspekte unseres Lebens als Erwachsener nicht mehr gelernt werden müssen, gilt es sich in anderen Bereichen des Lebens kontinuierliche weiterzuentwickeln, z.B. im Kommunizieren. Anhand digitaler Möglichkeiten kann das optimal unterstützt werden.

Wie funktioniert das und was ändert sich mit dem Alter und im Arbeitskontext? 

„Damals musste ich auch für meine Schulprüfungen lernen.“ Den Satz hat jeder über achtzehn mindestens einmal nickend erwähnt – und sich vielleicht in dem Moment nicht gerade jung gefühlt. Erinnerst du dich noch an den Großteil des Schulstoffs, den du damals so fleißig (oder auch nicht) gelernt hast? Vermutlich kaum. Vielleicht wurde nur dein Kurzzeitgedächtnis aktiviert und die Relevanz und Motivation den Stoff zu verinnerlichen, fehlte. Im erwachsenen Alter lernen wir nämlich auch nicht unbedingt schlechter.

Im Vergleich zum Lernen in der Schule, gibt es aber beim Lernen als Erwachsener und beim „life-long learning“ spannende und wichtige Unterschiede. Wenn du dir zum Beispiel im neuen Job neues Wissen aneignest und bestimmte Skills auffrischt, kannst du dich als Erwachsener bewusster dafür entscheiden was du aufnimmst, indem du dein Vorwissen gezielt einsetzt und eigene Motivation mitbringst.

Lernen und Alter: Wo liegen die Unterschiede? 

Alles was du kannst, ist gelernt – angefangen vom Unterhalten bis hin zu PowerPoint präsentieren. Sogar laufen (oder vielleicht rollen) haben wir mal gelernt. Während solch fundamentale Aspekte unseres Lebens als Erwachsener nicht mehr gelernt werden müssen, gilt es sich in anderen Bereichen des Lebens kontinuierlich weiterzuentwickeln, z.B. im Kommunizieren, Umgang mit Stress oder auch dem Erlernen neuer Computer-Programme. Der große Unterschied besteht jedoch darin, dass Erwachsene über viel Vor-Wissen beim Lernen verfügen, Kinder jedoch nicht… Darin liegt der größte Unterschied in wie wir als Erwachsene lernen und weiterlernen.

„Die Lernfähigkeit ist eine Angelegenheit der geistigen Haltung und nicht des Alters.“ 

– Emil Oesch

Implizites Lernen – So lernen wir als Kind 

Filterlos. So nehmen Kinder erstmal Informationen über ihre Umwelt auf – wie ein Schwamm. Erst ab ungefähr vier Jahren können Kinder scheinbar feststellen, dass andere Menschen anderes Wissen als sie selbst haben (Stangl, 2022). Bei diesem Aufnehmen der Umwelt lernen Kindern implizit

“Implizites Lernen umfasst das unbewusste und unabsichtliche Aufnehmen an Stoff.“

Auch wir Erwachsene lernen immer noch täglich unbewusst, zum Beispiel beim Zeitunglesen oder scrollen durch Social Media. Jedoch fällt diese Art der Wissensaufnahme Kindern leichter als Erwachsenen, da Erwachsene die Welt durch ihre gelernten Denkmuster betrachten. Während Kinder die Welt täglich ein Stückchen mehr für sich entdecken und dabei Fertigkeiten und Fähigkeiten aufbauen, können Erwachsene daran arbeiten, ihre bereits vorhandenen Skills immer weiter zu verfeinern. Digitale Tools bieten hier neben anderen Möglichkeiten eine tolle Chance, das eigene Skill-Set zu verfeinern.

Explizites Lernen – langsameres Tempo, aber effektiv

Das Lerntempo und die Aufnahme von neuer Information verlangsamt sich mit dem Alter, laut Regina Egetenmeyer, Professorin für Erwachsenenbildung/ Weiterbildung. Aber dafür wird das Lernen effektiver. Denn, wer schon viel Erfahrung und Wissen mit sich bringt, hat viel zum Anknüpfen, Sortieren und Methoden zum Wissen aneignen. Jedes Mal, wenn wir etwas Neues dazu lernen, bilden sich nämlich neue Nervenverbindungen und das neuronale Netz des Gehirns verändert sich. Je öfter Nervenverbindungen aufgerufen werden, desto einfacher fällt uns die entsprechende Routine/ Haltung/ Gedankengang. Das unser Gehirn sich somit lebenslang adaptiert und verändert, ist das Konzept der Neuroplastizität, welches ein Grundstein der Neurowissenschaft ist. In der Neurodidaktik, ist sie somit auch ein wichtiges Konzept, worüber du mehr im Artikel Neurodidaktik und Personalentwicklung erfahren kannst. 

Der entscheidende Faktor des lebenslangen Lernens ist die Motivation zum Lernen (Crow, 2006). Beim expliziten Lernen geht es um Lernen als Ziel, zum Beispiel in Klassen oder Seminaren. Hierbei beeinflussen so genannte „intrinsic“, intrinsische, Motivationen scheinbar besonders die Wahrscheinlichkeit das lebenslange Lernen gefördert wird (OECD, 2000). Motivation, Interesse und persönliche Ziele spielen natürlich auch wichtige Rollen im Arbeitskontext. 

Was bedeutet das für das Lernen in der Arbeitswelt? 

Nachdem Ende der Schullaufbahn haben wir noch lange nicht ausgelernt. Sowie Babyboomer sich vor einigen Jahrzehnten mit aus gefühlt sci-fi stammenden grauen Kisten und deren Tastaturen und Mäusen anfreunden mussten, verändert und modernisiert sich die Arbeitswelt auch heute stetig. So wie es heute Normalität geworden ist, mit Kollegen im oder vom Home-Office aus zu kommunizieren. Für das Berufsleben bedeutet das, stetige Weiterentwicklung und den Aufbau oder die Auffrischung unserer Skills. Während Klassenzimmer, Hörsäle und Seminare zum formalen Lernen gehören, wird das selbstentschiedene Lernen im Alter, abseits der Bildung, als informelles Lernen erkannt. Nach Schätzungen macht diese Lernform rund 70 Prozent aller Lernprozesse aus (Stangl, 2022). Anhand eines neuen Projektes oder einer Problemsituation neues zum Job dazuzulernen, wären Beispiele von informellem Lernen im Berufsalltag. 

Wie können Unternehmen das lebenslange Lernen fördern?

Nicht jeder nimmt in einem Seminar oder Webinar alles an Informationen auf, die besprochen wurden, denn nicht jeder lernt gleich. Je mehr Lernmethoden sowie Lernmöglichkeiten Arbeitnehmer*innen angeboten werden, desto mehr steigt die Wahrscheinlichkeit, dass alle Mitarbeiter*innen eine Möglichkeit finden, sich neues Wissen anzueignen. Aber um transformatives Lernen, welches langfristigen Wandel mit sich bringt zu verwirklichen, muss die Motivation vom Lernendem mitgebracht werden. Dies kann durch Individualität unterstützt werden. Indem jeder selber entscheiden kann, wann und was sie/ er lernen möchte und indem ein geschützer Raum geschaffen wird, indem Neues gelernt und trainiert werden kann. Das können digitale Möglichkeiten bieten. 

Was und wie können wir mit digitalen Lösungen lernen?

Ort und Zeit unabhängig. Das sind digitale Lösungen wie Apps und sogenannte E-Learnings. Ondojo ermöglicht Beispiels jedem*r Arbeitnehmer*in mit Zugang die Möglichkeit, Kommunikation, Delegation oder weitere Skills auf Bezug zur Arbeitswelt und ihren eigenen Kompetenzen individuell aufzubauen. Vielleicht hat heute ein Meeting stattgefunden, wo Struktur fehlte und somit die Kommunikation ineffizient war. Digitale Tools ermöglichen es sich sofort auf neue Situation und Gegebenheiten einzustellen.

So geht E-lernen: Diagramm des informellen E-Lernens von Petrovic, O. Informelles E-Learning: Ist ein Paradigmenwechsel notwendig? Informatik Spektrum 43, 405–416 (2020).

Diese kann im Büro, beim Mittagessen oder zu Hause durchgeführt werden, mit Fragen, die der Selbstreflexion dienen und so das transformative Lernen anstoßen. Verschiedene Methoden des Lernens, inklusive visuelles und auditives, können von digitalen Möglichkeiten einfach angesprochen werden und an vorhandenes Wissen angedockt werden. Ganz wichtig ist: E-Learnings werden durch eigene Motivation ausgewählt und durchgeführt. Somit werden Kompetenzen digital gestärkt und transformatives und lebenslanges Lernen gefördert. 

Zusammenfassung

Egal wie alt, lernen können wir immer, vielleicht sogar besser je älter, und so bleibt nicht nur das Leben interessant, sondern auch wir. Ob es für die professionelle Entwicklung ist, für das Stärken von Kompetenzen, die einem wichtig sind, oder einfach die Selbstreflexion fördern soll, mit digitalen Möglichkeiten wie ondojo, wird auf individuelle Lernprozesse und Ansprüche eingegangen, um das Individuum zu unterstützen und vorwärtszubringen.  

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